GLS Germany und ihre Transportpartner

GLS Germany gehört zu den vier großen Paketdienstleistern in Deutschland. Auf dieser Seite informieren wir über die Zusammenarbeit der GLS Germany mit ihren Transportpartnern. Dabei setzt GLS besonders auf langjährige Partnerschaften – denn sie sind die Grundlage für qualitativ hochwertige Leistungen. 

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Investitionen in die Zustellprozesse

GLS verbessert kontinuierlich Prozesse und Abläufe. Insgesamt wurden in den letzten Jahren weit über 50 Millionen Euro in die Systemoptimierung investiert. Hier einige Beispiele der unterschiedlichen Maßnahmen:

Netzverstärkung

GLS hat in Deutschland in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Depots und Verteilstellen eröffnet, um An- und Abfahrtszeiten in die Zustellgebiete zu reduzieren – zum Beispiel in Bremerhaven, Ingolstadt, Kelsterbach bei Frankfurt, Offenburg (Baden-Württemberg), Kesselsdorf westlich von Dresden, Meppen und Passau. Das größte neue Depot befindet sich derzeit in Essen im Bau.

Auch die Erweiterung und Modernisierung mehrerer Standorte trägt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei. Beispielsweise wurde in Neuss kürzlich unter anderem die Fördertechnik modernisiert und alles für den Anbau einer weiteren Sortierhalle vorbereitet. In Mannheim entsteht ein Ersatzbau mit doppelter Sortierkapazität.

GLS investiert auch in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter in das Netzwerk.

Ausstattung

Auch die Einführung von neuem Equipment erleichtert die Arbeit für Transportpartner und deren Zustellfahrer, zum Beispiel ein optionales Tool, dass optimierte Routen- und Navigationsvorschläge in Echtzeit an die Paket- und Verkehrslage anpasst. Je nach Bedarf haben die Depots auch zusätzliche Abfertigungsplätze eingerichtet.

Prozesse

Deutschlandweit hat GLS die Zustellgebiete neu geordnet, um Tour- und Planungsprozesse für die Transportunternehmen zu vereinfachen. Dank der elektronischen Stoppcode-Listen sparen die Zustellfahrer morgens Zeit. Statt Postleitzahlen-Gebieten hat GLS die Zustellbereiche in sogenannte Feinzellen eingeteilt, um eine bessere Abgrenzung und Vereinfachungen im Sortierbetrieb zu erreichen. Abläufe in den Depots wurden reorganisiert und zusätzliche Mitarbeiter in der Sortierung eingestellt.

Um morgens das Vorsortieren der Pakete zu optimieren und zu vereinfachen, wird in vielen Depots ein IT-gestütztes System benutzt.

 

Partnerkodex

GLS Germany hat die Grundlage der Zusammenarbeit mit Transportunternehmen und Dienstleistern in einem gemeinsam entwickelten Partnerkodex zusammengefasst und ihn zuletzt im Mai 2019 aktualisiert. Dieser ist Teil der Verträge mit den Transportpartnern. Auch das Handeln im Einklang mit den geltenden Gesetzten und Regeln ist hierhin festgehalten. Auf der GLS-Website ist der Partnerkodex hier zu finden.

Kommunikation

Die Kommunikation mit den Transportunternehmen wurde gestärkt, um die Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen GLS und Transportpartnern für alle Beteiligten zu optimieren. Depot-Dialoge sorgen für einen kontinuierlichen und direkten Austausch. Der Informationsfluss zwischen Empfängern, Zustellfahrern und Depots wird laufend mit weiteren Daten und Kommunikationsmöglichkeiten verbessert und vereinfacht.

Schulungen

Den Transportpartnern werden Schulungen angeboten, die Themen aus dem Zustellalltag wie Ladungssicherung, Fahrsicherheit oder wirtschaftliches Fahren sowie Grundlagen und Kenntnisse für erfolgreiches Wirtschaften in operativen und administrativen Funktionen behandeln.

Im Rahmen der Qualitäts- -Zertifizierung nach ISO 9001 durch das unabhängige Prüfinstitut DQS (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen) wird auch die Steuerung von extern bereitgestellten Prozessen, Produkten und Dienstleistungen auditiert, wozu das Transportunternehmer-Management gehört.

 

Neue Services und Lösungen

Auch die letzte Meile hat GLS Germany optimiert. Sowohl der weiter steigende Anteil von Privatempfängern, die häufig zum Zustellzeitpunkt nicht zu Hause sind, als auch Zufahrtsbeschränkungen in Innenstädten erschweren die Zustellung. Dem begegnet GLS zum einen mit neuen Services und Lösungen wie dem FlexDeliveryServiceoder der GLS App. Damit kann der Empfänger Zeit und Ort der Zustellung aktiv mitbestimmen bzw. ändern – und Zustellfahrer stehen deutlich seltener vor verschlossenen Türen. Zum anderen setzt GLS in Innenstädten mit Zugangsbeschränkungen für herkömmliche Transporter alternative Zustellfahrzeuge wie eBikes, eScooter oder eVans ein. So lassen sich Zustelltouren flexibler gestalten.

 

Einblicke

Die Arbeit bei GLS ist vielfältig – sowohl für unsere eigenen Angestellten als auch für unsere Transportpartner und deren Zustellfahrer. Unsere Videoportraits von Transportpartnern, ihren Zustellfahrern sowie unseren Depot-Teams geben einen Einblick in unsere tägliche Arbeit.

FAQ

1. Weshalb arbeitet GLS mit Transportunternehmen zusammen?

Das Prinzip der Arbeitsteilung wird in vielen Branchen unserer Wirtschaft erfolgreich praktiziert. Wie die meisten großen Paketdienste in Deutschland setzt auch GLS Transportunternehmen für Fernverkehre sowie für die Paketabholung und -zustellung ein.

Unsere Transportpartner kennen ihren Markt und die Gegebenheiten vor Ort genau und disponieren direkt. Die beste Routenplanung erfolgt durch den Zustellfahrer selbst, denn er/sie hat das beste Wissen über die Details im Zustellgebiet wie Öffnungszeiten, Ansprechpartner, Alternativadressen und Zufahrtsbeschränkungen.

GLS hat ein hohes Interesse an einer nachhaltigen und langfristigen Geschäftsbeziehung zu ihren Transportpartnern. Die gute Zusammenarbeit ist die Grundlage für die qualitativ hohe Leistung, die GLS für ihre Kunden erbringt. Mit mehr als einem Drittel der bestehenden Transportunternehmen besteht die Geschäftsbeziehung seit über zehn Jahren und mit einigen sogar bereits seit mehr als 25 Jahren.

 

2. Wie vergütet GLS die Transportunternehmen?

Die vertraglichen Parameter zwischen GLS und dem jeweiligen Transportunternehmen werden individuell zwischen den bestehenden Vertragspartnern ausgehandelt. Bei einem Vertrag ist es immer wichtig, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beider Vertragsparteien ausgewogen berücksichtigt sind.

Transportpartner werden bei der Erledigung von Transportaufträgen von GLS vertraglich zur Beschäftigung von Fahrern in rechtskonformen, sozialversicherungspflichtigen Anstellungsverhältnissen verpflichtet. Dazu gehört auch, dass die Transportunternehmer ihren Fahrern mindestens den Mindestlohn zahlen und die entsprechenden geltenden Arbeitszeitregelungen einhalten. Diese Vertragserfüllung ist ein wesentlicher Baustein der Zusammenarbeit, zu dem sich unsere Vertragspartner bei Einführung des Mindestlohngesetzes auch nochmals ausdrücklich verpflichtet haben.

Das größte Problem in der KEP-Branche ist der akute Fahrermangel in Deutschland. Laut der KEP-Studie 2017 ergibt sich auf Grund des zu erwartendem Paketwachstums bis 2021 einen zusätzlichen Arbeitskräftebedarf von bis zu 40.000 Beschäftigten. Wenn man die aktuell geringe Arbeitslosenquote unter diesem Bedarf in Betracht zieht, können Transportunternehmer es sich nicht leisten unattraktive Arbeitsbedingungen zu bieten. Nur bei einem marktgerechten Preis-Leistungs-Verhältnis ist es überhaupt möglich, qualifizierte Fahrer zu beschäftigen.

 

3. Wie viel verdienen die Zustellfahrer bei den Transportunternehmen?

Alle Transportpartner werden bei der Erledigung von Transportaufträgen von GLS vertraglich zur Beschäftigung von Fahrern in rechtskonformen, sozialversicherungspflichtigen Anstellungsverhältnissen und Einhaltung aller geltenden nationalen Gesetze im Hinblick auf Löhne, Sozialleistungen, Arbeitszeit, Überstunden, Lenk- und Ruhezeiten sowie deren Dokumentation verpflichtet. Es ist mindestens der gesetzlich geltende Mindestlohn in Arbeitsverträgen mit Angestellten zu vereinbaren und zu zahlen. GLS-Depots werden seit Einführung des Mindestlohngesetzes regelmäßig vom Zoll sowie der Gewerbeaufsicht kontrolliert. Bisher hat es dabei keinerlei gravierende Beanstandungen gegeben.

 

4. Wie sind die Arbeitszeiten der Zustellfahrer?

Alle Transportpartner werden bei der Erledigung von Transportaufträgen von GLS vertraglich zur Beschäftigung von Fahrern in rechtskonformen, sozialversicherungspflichtigen Anstellungsverhältnissen und Einhaltung aller geltenden nationalen Gesetze im Hinblick auf Löhne, Sozialleistungen, Arbeitszeit, Überstunden, Lenk- und Ruhezeiten sowie deren Dokumentation verpflichtet. Es ist mindestens der gesetzlich geltende Mindestlohn in Arbeitsverträgen mit Angestellten zu vereinbaren und zu zahlen. Dazu gehört auch, dass die Transportunternehmer ihren Fahrern mindestens den Mindestlohn zahlen und die entsprechenden geltenden Arbeitszeitregelungen einhalten. GLS-Depots werden seit Einführung des Mindestlohngesetzes regelmäßig vom Zoll sowie der Gewerbeaufsicht kontrolliert. Bisher hat es dabei keinerlei gravierende Beanstandungen gegeben.

 

5. Wie viele Stopps muss ein Zustellfahrer durchschnittlich bewältigen?

Die Anzahl der Stopps oder Stückzahlen ergeben sich automatisch durch tourenabhängige Parameter wie Arbeitszeit, Fahrtstrecke oder Limitierung durch Volumen und Gewicht unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben.

6. Wie entlastet GLS die Mitarbeiter zu Spitzenzeiten?

In Zeiten mit hohem Paketaufkommen wie der Vorweihnachtszeit stellt GLS in ihren Depots weitere Mitarbeiter ein. Im vergangenen Jahr unterstützten uns deutschlandweit rund 1.000 zusätzliche Mitarbeiter unter anderem bei der Sortierung von Paketen.

Die Transportpartner von GLS erhöhen je nach Bedarf in den Regionen saisonal die Anzahl der eingesetzten Zustellfahrer und Zustellfahrzeuge.

 

7. Welche Maßnahmen trifft GLS, um die Arbeitsbedingungen der Zustellfahrer weiter zu verbessern?

GLS hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich Prozesse und Abläufe verbessert und tut dies auch weiterhin. Insgesamt wurden in den letzten Jahren weit über 50 Millionen Euro in die Systemoptimierung investiert – unter anderem ins Netzwerk, in die Ausstattung und Kommunikationstechnik, Services, Tools und Prozesse und Schulungen (siehe oben).

 

8. Wie überprüft GLS, ob die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden?

GLS-Depots werden seit Einführung des Mindestlohngesetzes regelmäßig vom Zoll sowie der Gewerbeaufsicht kontrolliert. Bisher hat es dabei keinerlei gravierende Beanstandungen gegeben. GLS nimmt die Kontrollen des Zolls sehr ernst und arbeitet eng mit den Behörden zusammen. Sollte ein Transportpartner gegen den Vertrag verstoßen, so ist GLS berechtigt diesen Vertrag außerordentlich und fristlos zu kündigen.

 

9. Dürfen die Zustellfahrer eine Benachrichtigungskarte einwerfen, ohne beim Empfänger zu klingeln?

Nein, die Zustellfahrer sind verpflichtet, zunächst einen Zustellversuch beim Empfänger zu unternehmen. Erst dann darf ein Zustellversuch bei einem Nachbarn oder die alternative Zustellung in einem GLS PaketShop erfolgen. In beiden Fällen wird der Empfänger mittels einer Benachrichtigungskarte über den Zustellversuch und weiteren Verbleib seines Paketes informiert.

Konnte das Paket nicht bei einem Nachbarn oder einem PaketShop abgegeben werden, hat der Empfänger die Möglichkeit, das Paket online oder telefonisch umzuverfügen.

Wenn der Versender den FlexDeliveryServicevon GLS gebucht hat, besteht für den Empfänger die Möglichkeit, das Paket auch schon vor dem ersten Zustellversuch umzuverfügen.

10. Dürfen die Zustellfahrer ein Paket abstellen, wenn der Empfänger nicht zuhause ist?

Ja, wenn der Empfänger GLS vor der Zustellung schriftlich eine Abstellgenehmigung für einen sicheren, genau definierten Ort auf seinem Grundstück ausgestellt hat. Ansonsten entspricht das Abstellen der Pakete vor der Haustür oder im Garten in keiner Weise den Prozessen und Vorgaben von GLS. Die Zustellung eines Pakets darf nur gegen Unterschrift an den Empfänger oder einen Alternativ-Empfänger (zum Beispiel Nachbarn oder GLS PaketShop) erfolgen.