GLS Germany gehört zu den vier großen Paketdienstleistern in Deutschland. Auf dieser Seite informieren wir über die Zusammenarbeit der GLS Germany mit ihren Transportpartnern. Dabei setzt GLS besonders auf langjährige Partnerschaften – denn sie sind die Grundlage für qualitativ hochwertige Leistungen.

Investitionen

GLS verbessert kontinuierlich Prozesse und Abläufe. Insgesamt hat GLS Germany in den letzten fünf Jahren über 50 Millionen Euro in die Systemoptimierung investiert. Hier einige Beispiele für die unterschiedlichen Maßnahmen:

Maßnahme 1: Netzverstärkung

GLS hat in Deutschland 12 neue Depots und Verteilstellen eröffnet, um An- und Abfahrtszeiten in die Zustellgebiete zu reduzieren. Die neuen Depots entstanden in Cham bei Regensburg, Sehlem bei Trier, Roßla bei Erfurt, Meppen und Passau, Kelsterbach bei Frankfurt und Offenburg.

Zusätzlich gingen fünf neue Verteilstellen in Stralsund, Heiligengrabe, Goslar und Weiden sowie Bremerhaven zur Abwicklung vorsortierter Pakete ans Netz, die jeweils Depots in der Nähe entlasten.

GLS investiert auch in 2017 weiter in das Netzwerk.

Maßnahme 2: Ausstattung

Auch die Einführung von neuem Equipment erleichtert die Arbeit für Zustellfahrer: Die 2012 neu eingeführte Scanner-Generation lässt sich einfacher und schneller bedienen. Dazu hat GLS die Nutzeroberfläche der Handscanner verbessert und das Programm mehrsprachig aufgesetzt – es ist in 18 Sprachen abrufbar. Je nach Bedarf haben die Depots zusätzliche Abfertigungsplätze eingerichtet.

Maßnahme 3: Prozesse

Deutschlandweit hat GLS die Zustellgebiete neu geordnet, um Tour- und Planungsprozesse für die Transportunternehmen zu vereinfachen. Dank neuer elektronischer Stoppcode-Listen sparen die Zustellfahrer morgens Zeit. Abläufe in den Depots wurden reorganisiert und zusätzliche Mitarbeiter in der Sortierung eingestellt.

Um morgens das Vorsortieren der Pakete zu optimieren und zu vereinfachen, wird bereits in vielen Depots ein IT-gestütztes System benutzt. Dies wird sukzessive in weiteren Depots eingeführt.

Maßnahme 4: Partnerkodex


GLS Germany hat die Grundlage der Zusammenarbeit mit Transportunternehmen und Dienstleistern in einem gemeinsam entwickelten Partnerkodex zusammengefasst. Dieser ist Teil der Verträge mit den Transportpartnern. Auch das Handeln im Einklang mit den geltenden Gesetzten und Regeln ist hierhin festgehalten.

Maßnahme 5: Kommunikation

Die Kommunikation mit den Transportunternehmen wurde gestärkt, um die Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen GLS und Transportpartnern für alle Beteiligten zu optimieren. Depot-Dialoge sorgen für einen kontinuierlichen und direkten Austausch. Um die Transportunternehmen gezielt über neue Entwicklungen, Services oder Lösungen zu informieren, wurde 2016 für sie eine Web-App eingerichtet.

Maßnahme 6: Schulungen

GLS hat ihr Schulungsprogramm erweitert. Zusätzliche Schulungen beinhalten Themen aus dem Zustellalltag wie Ladungssicherung, Fahrsicherheit oder wirtschaftliches Fahren. Darüber hinaus wurde durch ein unabhängiges Institut ein zertifiziertes Schulungsprogramm entwickelt, das ebenfalls auf die Herausforderungen des Arbeitsalltages eingeht. Das hilft insbesondere neuen Zustellfahrern. Im Rahmen der Qualitäts- und Umweltmanagement-Zertifizierung nach ISO 9001 und ISO 14001 durch das unabhängige Prüfinstitut DEKRA wurde u.a. die Steuerung von extern bereitgestellten Prozessen, Produkten und Dienstleistung auditiert, welche das Transportunternehmer-Management beinhaltet.

Maßnahme 7: Neue Services und Lösungen

Auch die letzte Meile hat GLS Germany optimiert. Sowohl der weiter steigende Anteil von Privatempfängern, die häufig zum Zustellzeitpunkt nicht zu Hause sind, als auch Zufahrtsbeschränkungen in Innenstädten erschweren die Zustellung. Dem begegnet GLS zum einen mit neuen Services und Lösungen wie dem FlexDeliveryService oder der GLS App. Damit kann der Empfänger Zeit und Ort der Zustellung aktiv mitbestimmen bzw. ändern – und Zustellfahrer stehen deutlich seltener vor verschlossenen Türen. Zum anderen setzt GLS in Innenstädten mit Zugangsbeschränkungen für herkömmliche Transporter alternative Zustellfahrzeuge wie eBikes oder eCaddies ein. So lassen sich Zustelltouren flexibler gestalten.

Seit Einführung des FlexDeliveryService und der Umverfügungsoption mittels App konnte die Zahl der erfolgreichen Zustellungen in privaten Haushalten beim ersten Versuch gesteigert werden. eBikes und eVans sind in mehreren deutschen Städten im Einsatz, weitere befinden sich in Planung.

Einblicke

Die Arbeit bei GLS ist vielfältig – sowohl für unsere eigenen Angestellten als auch für unsere Transportpartner und deren Zustellfahrer. Unsere Videoportraits von Transportpartnern, ihren Zustellfahrern sowie unseren Depot-Teams geben einen Einblick in unsere tägliche Arbeit.

FAQ

1. Weshalb arbeitet GLS mit Transportunternehmen zusammen?

Das Prinzip der Arbeitsteilung wird in vielen Branchen unserer Wirtschaft erfolgreich praktiziert. Wie die meisten großen Paketdienste in Deutschland setzt auch GLS Transportunternehmen für Fernverkehre sowie für die Paketabholung und -zustellung ein.

Unsere Transportpartner kennen ihren Markt und die Gegebenheiten vor Ort genau und disponieren direkt. Die beste Routenplanung erfolgt durch den Zustellfahrer selbst, denn er/sie hat das beste Wissen über die Details im Zustellgebiet wie Öffnungszeiten, Ansprechpartner, Alternativadressen und Zufahrtsbeschränkungen.

GLS hat ein hohes Interesse an einer nachhaltigen und langfristigen Geschäftsbeziehung zu ihren Transportpartnern. Die gute Zusammenarbeit ist die Grundlage für die qualitativ hohe Leistung, die GLS für ihre Kunden erbringt. Mit mehr als einem Drittel der bestehenden Transportunternehmen besteht die Geschäftsbeziehung seit über zehn Jahren und mit einigen sogar bereits seit mehr als 25 Jahren.

2. Wie vergütet GLS die Transportunternehmen?

Die vertraglichen Parameter zwischen GLS und dem jeweiligen Transportunternehmen werden individuell zwischen den bestehenden Vertragspartnern ausgehandelt. Bei einem Vertrag ist es immer wichtig, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beider Vertragsparteien ausgewogen berücksichtigt sind.

Transportpartner werden bei der Erledigung von Transportaufträgen von GLS vertraglich zur Beschäftigung von Fahrern in rechtskonformen, sozialversicherungspflichtigen Anstellungsverhältnissen verpflichtet. Dazu gehört auch, dass die Transportunternehmer ihren Fahrern mindestens den Mindestlohn zahlen und die entsprechenden geltenden Arbeitszeitregelungen einhalten. Diese Vertragserfüllung ist ein wesentlicher Baustein der Zusammenarbeit, zu dem sich unsere Vertragspartner bei Einführung des Mindestlohngesetzes auch nochmals ausdrücklich verpflichtet haben.

Das größte Problem in der KEP-Branche ist der akute Fahrermangel in Deutschland. Laut der KEP-Studie 2017 ergibt sich auf Grund des zu erwartendem Paketwachstums bis 2021 einen zusätzlichen Arbeitskräftebedarf von bis zu 40.000 Beschäftigten. Wenn man die aktuell geringe Arbeitslosenquote unter diesem Bedarf in Betracht zieht, können Transportunternehmer es sich nicht leisten unattraktive Arbeitsbedingungen zu bieten. Nur bei einem marktgerechten Preis-Leistungs-Verhältnis ist es überhaupt möglich, qualifizierte Fahrer zu beschäftigen.

3. Wie viel verdienen die Zustellfahrer bei den Transportunternehmen?

Transportpartner werden bei der Erledigung von Transportaufträgen von GLS vertraglich zur Beschäftigung von Fahrern in rechtskonformen, sozialversicherungspflichtigen Anstellungsverhältnissen verpflichtet. Dazu gehört auch, dass die Transportunternehmer ihren Fahrern mindestens den Mindestlohn zahlen und die entsprechenden geltenden Arbeitszeitregelungen einhalten. GLS-Depots werden seit Einführung des Mindestlohngesetzes regelmäßig vom Zoll sowie der Gewerbeaufsicht kontrolliert. Es wurden seitens der Behörden keine Unregelmäßigkeiten beanstandet.

4. Wie sind die Arbeitszeiten der Zustellfahrer?

Transportpartner werden bei der Erledigung von Transportaufträgen von GLS vertraglich zur Beschäftigung von Fahrern in rechtskonformen, sozialversicherungspflichtigen Anstellungsverhältnissen verpflichtet. Dazu gehört auch, dass die Transportunternehmer ihren Fahrern mindestens den Mindestlohn zahlen und die entsprechenden geltenden Arbeitszeitregelungen einhalten. GLS-Depots werden seit Einführung des Mindestlohngesetzes regelmäßig vom Zoll sowie der Gewerbeaufsicht kontrolliert. Es wurden seitens der Behörden keine Unregelmäßigkeiten beanstandet.

5. Wie viele Stopps muss ein Zustellfahrer durchschnittlich bewältigen?

Die Anzahl der Stopps oder Stückzahlen ergeben sich automatisch durch tourenabhängige Parameter wie Arbeitszeit, Fahrtstrecke oder Limitierung durch Volumen und Gewicht unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben.

6. Wie entlastet GLS die Mitarbeiter zu Spitzenzeiten?

In Zeiten mit hohem Paketaufkommen wie der Vorweihnachtszeit stellt GLS in ihren Depots weitere Mitarbeiter ein. Im vergangenen Jahr unterstützten uns deutschlandweit rund 1.000 zusätzliche Mitarbeiter unter anderem bei der Sortierung von Paketen.

Die Transportpartner von GLS erhöhen je nach Bedarf in den Regionen saisonal die Anzahl der eingesetzten Zustellfahrer und Zustellfahrzeuge.

7. Welche Maßnahmen trifft GLS, um die Arbeitsbedingungen der Zustellfahrer weiter zu verbessern?

GLS hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich Prozesse und Abläufe verbessert und tut dies auch weiterhin. Insgesamt wurden seit 2012 über 50 Millionen Euro in die Systemoptimierung investiert. Hier einige Beispiele:

Deutschlandweite Änderungen:

  • Es erfolgte eine überarbeitete und digitalisierte Planung der Zustellgebiete, um Tour- und Planungsprozesse innerhalb dieser Gebiete für die Transportunternehmen zu vereinfachen.
  • GLS hat zusätzliche Sortierkapazitäten eingerichtet und zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.
  • Einführung einer neuen Scanner-Generation, die sich einfacher und schneller bedienen lässt.
  • Verbesserung des Handscanners durch u.a. eine verbesserte Nutzeroberfläche und Mehrsprachigkeit.
  • Einführung neuer Services (FlexDeliveryService) und Lösungen (GLS App), die die Zustell-Effizienz an Privatempfänger steigern, d.h. die Zusteller können die Sendungen häufiger beim ersten Versuch zustellen.
  • Einsatz alternativer Zustellmethoden wie z.B. eBikes, Lastenfahrräder, eCaddies, um den Herausforderungen der City-Logistik gerecht zu werden.


Je nach örtlichen Gegebenheiten wurden individuelle Maßnahmen zur Reduzierung der Arbeitszeiten der Fahrer umgesetzt.

  • Eröffnung 12 neuer Depots und Verteilstellen, um An- und Abfahrtzeiten in die Zustellgebiete zu reduzieren.
  • Je nach Bedarf haben die Depots zusätzliche Abfertigungsplätze eingerichtet, neue Scanner eingesetzt oder den Hofablauf geändert.


Darüber hinaus hat GLS verschiedene zusätzliche Schulungen entwickelt:

  • Bei Themen wie z.B. Ladungssicherung, Fahrsicherheit und wirtschaftliches Fahren wurden Schulungen für die Transportunternehmen durchgeführt.
  • Für die Transportpartner und deren Zustellfahrer wurde durch ein unabhängiges Institut ein zertifiziertes Schulungsprogramm entwickelt, das auch auf die Herausforderungen des Arbeitsalltages eingeht. Das stellt insbesondere für neue Zustellfahrer eine Hilfeleistung dar.
  • Im Rahmen der Qualitäts- und Umweltmanagement-Zertifizierung nach ISO 9001 und ISO 14001 durch das unabhängige Prüfinstitut DEKRA wurde u.a. die Steuerung von extern bereitgestellten Prozessen, Produkten und Dienstleistung auditiert, welche das Transportunternehmer-Management beinhaltet.


Die Kommunikation mit den Transportunternehmen wurde gestärkt:

  • Einführung eines Partnerkodex, der Teil der Verträge mit den Transportpartnern ist. Das Handeln im Einklang mit den geltenden Gesetzen und Regeln wird darin festgelegt.
  • Die Einführung von sogenannten Depot-Dialogen für einen kontinuierlichen und direkten Austausch, um stetig Verbesserungen umzusetzen.
  • Regelmäßige depotinterne Veranstaltungen für Transportunternehmen und ihre Zustellfahrer

8. Wie überprüft GLS, ob die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden?

GLS-Depots werden seit Einführung des Mindestlohngesetzes regelmäßig vom Zoll sowie der Gewerbeaufsicht kontrolliert. GLS nimmt die Kontrollen des Zolls sehr ernst und arbeitet eng mit den Behörden zusammen. Sollte ein Transportpartner gegen den Vertrag verstoßen, so ist GLS berechtigt diesen Vertrag außerordentlich und fristlos zu kündigen.

9. Dürfen die Zustellfahrer eine Benachrichtigungskarte einwerfen, ohne beim Empfänger zu klingeln?

Nein, die Zustellfahrer sind verpflichtet, zunächst einen Zustellversuch beim Empfänger zu unternehmen. Erst dann darf ein Zustellversuch bei einem Nachbarn oder die alternative Zustellung in einem GLS PaketShop erfolgen. In beiden Fällen wird der Empfänger mittels einer Benachrichtigungskarte über den Zustellversuch und weiteren Verbleib seines Paketes informiert.

Konnte das Paket nicht bei einem Nachbarn oder einem PaketShop abgegeben werden, hat der Empfänger die Möglichkeit, das Paket online oder telefonisch umzuverfügen.

Wenn der Versender den FlexDeliveryService von GLS gebucht hat, besteht für den Empfänger die Möglichkeit, das Paket auch schon vor dem ersten Zustellversuch umzuverfügen.

10. Dürfen die Zustellfahrer ein Paket abstellen, wenn der Empfänger nicht zuhause ist?

Ja, wenn der Empfänger GLS vor der Zustellung schriftlich eine Abstellgenehmigung für einen sicheren, genau definierten Ort auf seinem Grundstück ausgestellt hat. Ansonsten entspricht das Abstellen der Pakete vor der Haustür oder im Garten in keiner Weise den Prozessen und Vorgaben von GLS. Die Zustellung eines Pakets darf nur gegen Unterschrift an den Empfänger oder einen Alternativ-Empfänger (zum Beispiel Nachbarn oder GLS PaketShop) erfolgen.